Wie Du am besten an Deinen Zielen dran bleibst

Vermutlich hast Du Dir zum Jahreswechsel Ziele gesetzt und vielleicht sogar ein Visionboard erstellt, also Deine Vision für dieses Jahr visualisiert. Als Führungskraft hast Du mit Deinem Team Ziele vereinbart und ihr seid gemeinsam losgelaufen. Nun gilt es dran zu bleiben – aber wie? Wie kann das gesund funktionieren im „Gewiggel“ des Alltags, wenn hier und da Entscheidungen fallen, die die Planung über den Haufen werfen? Wenn die Schreibtische mal wieder so voll sind, dass Du und auch Deine Mitarbeitenden nicht wissen, wo oben und unten ist? Solltest Du Dich in dieser Beschreibung wiederfinden, dann lehne Dich nun zurück, nimm Dir ein paar Minuten Zeit und einen Kaffee oder Tee, gönne Dir eine Pause und lies hier weiter.

Das Ding mit der Komfortzone

Wir erzählen Dir nichts Neues: Entwicklung und Wachstum finden außerhalb unserer Komfortzone statt. Dort, und zwar nur dort, in der sog. „Lernzone“ sammelst Du völlig neue Erfahrungen, kommen Deine Stärken so richtig zum Tragen, bringst Du also Deine PS wirklich auf die Straße. Überprüfe also, ob Deine Ziele innerhalb der Komfort- oder der Lernzone liegen. Beides ist möglich, jedoch benötigen Ziele in der Lernzone Deine besondere Aufmerksamkeit, da sie oft keine Selbstläufer sind.

Ziele außerhalb der Komfortzone verursachen auf dem Weg zur Zielerreichung immer ein Gefühl von Unsicherheit, ein Kribbeln im Bauch – das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge! Im Gegenteil, wir Menschen brauchen ein wenig Kribbeln, um in Bewegung zu bleiben und um den Mut aufzubringen dennoch weiterzumachen.

Widerstände – Deine kleinen Freunde und Helfer

Wenn Du also auf dem Weg zum Ziel spürst, dass es schwergängig wird, dass Dein Team den Schwung verliert, dann lohnt es innezuhalten und ein paar Punkte zu bedenken. Denn Ziele sind nicht immer starke Bäume, die jedem Sturm standhalten, sondern mitunter zarte Pflänzchen, die Deine besondere Pflege und Zuwendung benötigen!

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Hier unsere TOP 5, die Dir helfen, den Fokus wieder neu auszurichten:

TOP 1: Deine innere Haltung zu Widerständen

Widerstände sind super! Oder nicht? Auch wenn es Dir nicht behagt, dass es langsamer vorangeht, als Du es Dir gewünscht hast, begrüße den Widerstand als Deinen Freund und Helfer. Denn er spiegelt Dir nicht nur, dass Du in Bewegung und Veränderung bist, sondern auch, dass es Zeit ist, immer wieder bewusst hinzuschauen.

Laufe also nicht blind weiter mit Deinem Team, sondern haltet inne und heißt eure Widerstände zunächst einmal willkommen. Das allein nimmt ihnen oft schon ein Stück weit ihre hemmende Kraft.

TOP 2: Das Ziel hinterfragen

Im Laufe der Zeit ändern sich Rahmenbedingungen, manchmal sogar schneller als uns lieb ist. Besprich‘ mit Deinem Team, ob das angestrebte Ziel unter veränderten Bedingungen noch sinnvoll ist oder ob es eine Justierung braucht. Nichts kostet mehr und unnötig Kraft, als sinnfreie Ziele!

Übrigens kann eine Ursache für den Widerstand auch sein, dass es einen sog. „verdeckten Gewinn“ gibt, der die Zielerreichung verhindert. Stelle Dir und Deinem Team also die Frage, was gerade gut daran ist, dass ihr das Ziel nicht erreicht.

TOP 3: Unterstützung suchen

Vielleicht stellt ihr im Teamgespräch fest, dass noch etwas fehlt, um das Ziel wieder mit Schwung anzusteuern. Das können bspw. technische Hilfsmittel sein oder auch personelle Ressourcen oder fachliches Know How. Überlegt gemeinsam, wer oder was euch bei der Zielerreichung bestmöglich unterstützen könnte.

Und manchmal rücken dadurch auch Hilfsmittel in den Fokus, die schon vorhanden sind, aber noch nicht (hinreichend) genutzt werden! Also fragt euch auch, welche Ressourcen ihr noch besser für euch anzapfen könnt.

TOP 4: Rituale etablieren

Rituale, also wiederkehrende Abläufe, geben uns Menschen Sicherheit – also genau das, was uns in der Lernzone fehlt ;-) Überlege daher gemeinsam mit Deinem Team, welche regelmäßigen Abläufe in euren Alltag passen, um in Schwung zu bleiben. Für das eine Team ist es ein tägliches kurzes „Stand Up Meeting“ zum Informationsaustausch, für das andere ein Infoboard an zentraler Stelle, auf dem erledigte Aufgaben für alle sichtbar abgehakt werden, und, und, und … die Ideen sind vielfältig. Wichtig ist, dass das Ritual zu Dir und Deinem Team und zu euren Arbeitsabläufen passt.

TOP 5: Feiern!

Das vergessen wir Menschen häufig: uns zu feiern! Ziel erreicht – also weiter, nächstes Ziel. STOP! Nehmt euch Zeit, eure Erfolge zu feiern. Setzt euch zusammen und benennt, was gut gelaufen ist, welche Erfolgsfaktoren besonders maßgeblich waren. Damit macht ihr euch selbst das schönste Geschenk: Wertschätzung für eure Arbeit und Motivation für die nächsten Schritte.

Und warum nicht auch einmal einen wichtigen Meilenstein feiern? Wenn ihr auf dem Weg zum Ziel einen großen Schritt weitergekommen seid, vielleicht darum sogar richtig gekämpft habt, dann feiert auch das! Nehmt euch auf diese Weise neuen Schwung für den nächsten Meilenstein.

Ja, und auch uns sind auf dem Weg zu unseren Zielen Widerstände nicht fremd! Unsere heutigen TOP 5 sind daher auch die Essenz unserer eigenen Erfahrungen, nicht nur aus unserer Selbständigkeit, sondern auch aus der Zeit als Personalentwicklerin, Trainerin und Führungskraft. Reichhaltig getestet und für gut befunden ;-)

Wir wünschen Dir in diesem Sinne eine schwungvolle Zeit!

Herzlichst

Andrea & Christine

Wir l(i)eben Gesundheit!

Aus dem 2care Blog