Von Löffellisten und Herzensdingen

Hast Du den Artikel der letzten Woche schon verdaut? Da ging es ja um die existenzielle Frage, wer Du bist! Du konntest Dir Deine ganz persönliche Löffelliste erstellen mit all' den Dingen, die Du unbedingt noch tun oder erleben möchtest, bevor Du "den Löffel abgibst". Heute möchten wir daran anschließen und damit einen weiteren Beitrag zum Thema des Monats September - Klarheit - leisten.

Vielleicht ging es Dir ähnlich wie uns - das mit der Löffelliste finden wir nämlich gar nicht so einfach. Damit meinen wir nicht, überhaupt eine Liste zu erstellen. Dieser erste Schritt ist vermutlich leicht getan, wenn man nicht den Anspruch auf eine 30-Punkte-alles-drin-Liste erhebt, sondern klein anfängt. Nein, was wir meinen, sind die Gefühle, die mit der Löffelliste verbunden sind. Denn es stellt sich ja die Frage, warum ich all' die Dinge noch nicht gemacht habe bzw. warum ich sie vor mir her schiebe. Diesen Gedanken sind wir nachgegangen ... and here are the results :-)

Aufschieberitis - eine Modeerklärung!

Im Moment ist viel über die sog. "Prokrastination" zu lesen, umgangssprachlich auch Aufschieberitis genannt. Damit ist ein pathologisches Aufschiebeverhalten gemeint, d.h. sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld werden die zu erledigenden Dinge aufgeschoben und stattdessen Unwichtiges erledigt. In diese Schublade möchten wir die Löffelliste NICHT stecken! Selbst wenn sie dort hinein gehörte, wäre es ja fraglich, warum wir etwas zunächst als "nicht wichtig genug, um es zu tun" einstufen und es dann später doch auf der Löffelliste Platz findet ...

Nicht mit dem Zweiten, mit dem Herzen sieht man besser!

Wir von 2care haben eine Idee, warum die Punkte auf der Löffelliste landen! Wir glauben, es hat - wie so oft und da sind wir wieder bei einem unserer Lieblingsthemen - mit unserem Herzen zu tun. Auf der Löffelliste landen nur Herzensdinge! Jedoch spielt sich unser Leben all' zu oft weit weg von unserem Herzen ab und ist bestimmt von den vermeintlichen Zwängen, in denen wir uns bewegen: Alltagsroutinen, die sich durch äußere Umstände wie z.B. Beruf, Familienleben mit Kindergarten/Schule & Co., Hobby oder Ehrenamt entwickelt haben.

Hast Du diese Alltagsroutinen schon einmal für Dich hinterfragt? Vielleicht helfen Dir dabei Fragen wie diese:

  • Welche dieser Routinen sind für mich aus HEUTIGER Sicht ok und welche bedürfen einer Anpassung?
  • Welche dieser Routinen muss ich wirklich selbst erledigen und bei welchen kann ich mir Unterstützung von meinem Partner/meiner Partnerin/meinem Umfeld holen?
  • Wenn ich meine Alltagsroutinen durchbrechen und ganz umkrempeln könnte: was würde ich als erstes verändern?

Die Kunst und gleichermaßen eine Herausforderung ist dabei, nicht (nur) mit den Augen hinzusehen, sondern auch mit dem Herzen:

man_sieht_nur_mit_dem_herzen_gut_das_wes

Der kleine Prinz ist vielleicht hier und da etwas abgewetzt, aber wir Zwei von 2care finden gerade dieses Zitat im Kontext unserer Löffelliste sehr inspirierend: denn wir sind überzeugt, dass wir mehr bei unseren Herzensdingen bleiben, wenn wir mit dem Herzen sehen ... und dazu geht der Blick über das Gefühl, über das Herzensgefühl:-)!

An dieser Stelle schließt sich für uns der Kreis - gestalten wir unseren Alltag mehr mit dem Herzen, so müssen wir weniger Dinge auf die Löffelliste auslagern. Betrachten wir dauerhaft unseren Alltag mit dem Herzen, so fällt es uns leichter, die Themen der Löffelliste gesund und im wahrsten Wortsinn "von Herzen" in unser Leben zu integrieren!

In diesem Sinne wünschen wir Dir eine HERZliche Zeit

Christine & Andrea

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