Sei Du selbst die Veränderung!

Der Herbst ist da! Eine bunte Jahreszeit, gerade wenn sie mit solch sonnigen Tagen einhergeht, die die Farben so richtig zum Leuchten bringen. Kühlere Temperaturen lassen das Laub färben und fallen ... liebst Du auch dieses Rascheln unter den Füßen beim Spazierengehen durch den Wald?

Wir Zwei von 2care finden, die Natur macht uns auf wunderbare Weise vor, was auch uns Menschen ausmachen könnte .... wenn wir es denn zuließen. Sie verändert sich auf eine Art und Weise, die ihr nicht nur das Überleben sichert, sondern auch Wachstum und Entfaltung ermöglicht:

  • Der Baum lässt die Blätter los, um sich auf sich zu konzentrieren, Kraft zu sammeln über den Winter und dann neu auszutreiben.
  • Der Efeu sucht sich den Weg, wo er am besten Halt findet.
  • Die Eiche wurzelt tief, um standfest dem Himmel entgegenzuwachsen.

Es ließen sich noch viele solcher Bilder finden - sie zeigen, dass die Natur täglich kleine Wunder vollbringt, bei denen wir uns einiges abschauen können. Warum tun wir uns so schwer, Veränderung zu- und in unser Leben zu lassen?

Es ist alles NUR in meinem Kopf ...

Wir Menschen gestalten uns die eigene, wahrgenommene Welt ganz wesentlich in unserem Kopf! Vielleicht kennst Du das auch: Du hast eine Aufgabe vor Dir, von der Du nicht ganz sicher bist, ob sie Dir gelingen wird und daher fängst Du erst gar nicht an. Oder: Du hast Ziele und Visionen für Dein Leben, aber es gelingt Dir nicht, diese zu verwirklichen. Oder: Du spürst, dass Du etwas in Deinem Leben ändern müsstest und wagst es nicht, den ersten Schritt zu gehen.

Was diesen und ähnlichen Situationen im Weg steht, ist etwas Hausgemachtes, DEINE GEDANKEN! Oder wie Dr. Petra Bock, Autorin, Speakerin und eine der bedeutendsten Coaches in Deutschland, es nennt: MINDFUCK. Das ist zugegebenermaßen kein wirklich feines Wort, aber was Du da mit Dir selbst machst, ist auch alles andere als fein.

MINDFUCK ist "Gedankenmüll", mit dem Du Dich selbst und Dein Leben sabotierst. Und: MINDFUCK ist menschlich - wir alle kennen diese Selbtsabotagen. Es ist sogar relativ leicht, ihnen auf die Schliche zu kommen: wir brauchen dazu nur unseren inneren Stimmen aufmerksam zu lauschen und finden bestimmt die eine oder andere alte Bekannte, die immer wieder unsere Pläne durchkreuzt. Vielleicht sind Dir solche oder ähnliche inneren Aussagen schon einmal begegnet?

  • "Das schaffst Du eh nicht, da kannst Du machen, was Du willst."
  • "Ach, das ist doch unrealistisch."
  • "Was bildest Du Dir eigentlich ein?"

Gehen Dir gerade vielleicht noch weitere solcher Gedanken durch den Kopf?... am Ende dieses Artikels warten ein paar Impulse auf Dich, wie Du künftig diesen Gedankenmüll auf gesunde Weise beenden und ent-stören kannst.

So unterschiedlich wir Menschen auch sind, Petra Bock hat 7 verschiedene Grundmuster - Arten von MINDFUCK - identifiziert, auf die all' unser ganz individueller Gedankenmüll referenziert. Wir möchten hier nicht das ganze Buch in Kurzform darstellen (obwohl Du sicher merkst, dass uns das Thema ganz besonders am Herzen liegt!), sondern in den beiden Oktober-Artikeln einzelne MINDFUCKS herausgreifen.

Wo kämen wir denn da hin? Oder: wie wir uns selbst verleugnen ...

Ein Gedankenmuster, das besonders Frauen gerne begleitet und damit manch einer Veränderung im Weg steht, ist der sog. "Selbstverleugnungs-MINDFUCK". Ihm liegt der Glaubenssatz zugrunde "Erst wenn es allen anderen gut geht, darf es mir gut gehen". Besonders für Menschen, die sich als wertorientiert erleben, kann dieser Mechanismus eine fiese Falle sein. Unter dem irreführenden Deckmantel der Loyalität nährt sich der Selbstverleugnungs-MINDFUCK mit der inneren Stimme "Aber das kann ich doch meinem Chef, meinen Kindern, meinem Partner .... nicht antun".

Welche individuelle Ursache der Selbstverleugnungs-MINDFUCK bei Dir auch haben mag, Du erkennst ihn daran, dass Du "falsche" Rücksicht nimmst und Deine eigenen Bedürfnisse hinten anstellst. Vielleicht kennst Du solche Situationen:

  • Du hältst den Mund, obwohl Dich etwas ärgert.
  • Du sagst "Ja", obwohl Du "Nein" meinst und eigentlich dringend Zeit für Dich bräuchtest.

Nur mal angenommen ....

... was wäre, wenn Du Dir einmal die Frage stelltest:

Was würde ich eigentlich jetzt tun, wenn ich es zu allererst einmal MIR SELBST Recht machen würde?

Manche wehren diese Frage zunächst mit einem typischen Satz aus dem Selbstverleugnungs-MINDFUCK ab: "wo kämen wir denn hin, wenn alle zuerst an sich denken würden?" Die Antwort kannst Du Dir vielleicht selbst geben: Du würdest dann dafür sorgen, dass es Dir UND anderen gutgeht, statt Dich selbst zu vergessen und Dich fortlaufend zu sabotieren.

Wir befürchten in diesem Denkmuster, dass uns selbst Schlimmes passieren könnte, wenn wir uns nicht aufopfern: wir könnten anecken, unbeliebt oder gar ungeliebt sein, uns Feinde machen, etc.

Und was hilft bei all dem? Den aufrechten Gang erlernen! Auch einmal unbequem sein und den dadurch mitunter entstehenden Konflikt aushalten. Denn das gesunde Potenzial in einem Leben ohne Selbstverleugnungs-MINDFUCK liegt darin:

Das Leben beginnt dort, wo wir wind- und wettererprobt auch in schwierigen Lagen unsere Frau / unseren Mann stehen lernen. Die Möglichkeiten, die sich damit auftun, sind immens!

Vielleichst fragst Du Dich jetzt, wie Du das Ganze mit Leben füllen kannst? Dein Bewusstsein hilft Dir dabei. Es ist der wichtigste Partner, um Deinen Gedankenmüll Schritt für Schritt zu erkennen, ihn nach und nach aufzulösen und gesund zu verändern. Hier ein Bespiel für Dich: wenn Dir künftig die skizzierten Gedanken kommen, dann versuche es doch mal mit einem innerlichen (gerne auch lauten) "STOP - bis hierhin und nicht weiter". Dieses STOP schafft Dir die Möglichkeit, dein Muster zu durchbrechen und ein wenig mehr Distanz herzustellen - probiere es aus und schau, wie es sich anfühlt. Wenn Du magst, kannst Du dann im Anschluss auch noch auf eine kleine Gedankenreise gehen und Dir zum Beispiel auszumalen, wie es wäre, wenn Du jetzt nur an Dich denkst, an das was Dir und Deinen Bedüfnissen entspricht usw. ... mit solchen Bildern im Kopf kommen wir erfahrungsgemäß leichter ins Handeln!

Noch ein Gedanke zum Schluss, der Dir zeigt, dass Du selbst die Veränderung bist:

es_sind_nicht_die_u_eren_umst_nde-_die_d

Wir Zwei von 2care wünschen Dir weiterhin eine schöne Herbstzeit mit Deiner ganz persönlichen Veränderung - wenn Du darauf Lust hast und so, wie sie für Dich stimmig ist!

Herzlichst

Christine & Andrea

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