Entdecke die Langsamkeit!

Bei uns in Nordrhein-Westfalen sind die lang ersehnten Ferien da! Viele Familien haben in den letzten Wochen im Endspurt des Schuljahres nochmal "einen Zahn zugelegt" - für die letzten Arbeiten, für Abschlussfeiern, Sportfeste oder Ähnliches. Das Hamsterrad lief auf Hochtouren - ging es Dir auch so? Oder geht es Dir heute noch so, weil Dein Urlaub noch auf sich warten lässt?

Für viele ist der Ferienbeginn ein Start in eine ganz besondere Zeit, auch wenn für viele der eigentliche Urlaub erst später beginnt. Die Kinder machen es uns auf wunderbare Weise vor: in Nullkommanix legen sie den Schalter um, lassen Zeugnis und Schulbücher hinter sich, chillen sich durch den Tag, genießen den plötzlichen Sommer im Freibad und feiern ihr Leben. Können wir Erwachsenen uns da nicht etwas abgucken?

Den Feriensommermodus einschalten - Langsamkeit entdecken

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Unser Alltag ist oft so durchgetaktet, dass allein für den Gedanken an Langsamkeit keine Zeit bleibt. Manchmal meinen wir, das Tempo gar nicht selbst bestimmen zu können, fühlen uns ferngesteuert und fremdbestimmt von äußeren Umständen und Bedingungen. Kennst Du das auch? Ertappst Du Dich manchmal vielleicht bei Gedanken oder sogar gesprochenen Sätzen wie: "Oh, ne... für so etwas habe ich gerade wirklich keine Zeit - das ist wichtig, ja finde ich auch, aber...". Henriette Hanke bringt mit ihrem Satz dieses Dilemma auf den Punkt: Langsamkeit verhilft uns dazu, unser Leben zu er-leben. Soll heißen: so lange wir mit hoher Drehzahl laufen, verpassen wir das eine oder andere, vielleicht sogar besonders Wichtiges!

Also, unsere Empfehlung: mal raus aus dem Alltagstempo! Einen Gang zurückschalten, auf die Bremse treten und dann rechts und links des Weges schauen, welche Erlebnisse sich auftun.

Vielleicht fragst Du Dich gerade, wie das denn bitteschön gehen soll. Nach Vollgas eine Vollbremsung? Vermutlich gibt Dir das kein gutes und gesundes Gefühl. Wie Vieles ist auch das Runterschalten sehr individuell - was uns hilft, ist für Dich vielleicht nicht das Passende. Daher sind wir von 2care auch keine Freunde der derzeit grassierenden "Zehn-bis-zwanzig-Tipps-für-Dein-Leben"-Welle. Dennoch glauben wir, drei Punkte ausmachen zu können, die Dich bei der Entdeckung Deines eigenen Feriensommermodus unterstützen können.

1. Veränderung ist ein Prozess

Anders als die Kinder legen wir Großen eben meist nicht einfach einen Schalter um. Unserem Credo entsprechend, dass "Gesundheit ein lebenslanger Lern- und Veränderungsprozess ist, den wir bewusst gestalten können", betrachten wir von 2care auch den Wechsel in einen langsameren Lebensrhythmus als einen Prozess, der sich Schritt für Schritt vollzieht. Vielleicht hast du Lust, mit einer Kleinigkeit anzufangen und bspw. für ein paar Stunden Deine Armbanduhr abzulegen oder einmal für zehn Minuten im Grünen von der Parkbank aus die Natur zu beobachten und dem Konzert der Vögel zu lauschen. Es sind oft diese Kleinigkeiten, die eine erste Veränderung anstoßen und uns dann ermutigen, noch mehr und vielleicht sogar größere Schritte zu wagen.

2. Es darf und soll Spaß machen!

Wir Menschen sind nun einmal "Gewohnheitstiere"! Daher ist das Verlassen gewohnter Pfade (die uns ja schließlich Halt und Richtung geben) mitunter eine kleine oder größere Herausforderung. Vor einigen Wochen haben wir zum Thema "Das eigene Leben wagen" etwas über unsere Komfortzone geschrieben, die auch hier bei der Entdeckung der Langsamkeit wieder ins Spiel kommt. Unserer Erfahrung nach verlassen wir diesen Bereich nicht für etwas, das uns schwerfällt oder uns einfach nicht liegt. Vielmehr erweitern wir unsere geliebte Komfortzone dann, wenn etwas Reizvolles auf uns wartet, das wir mit Leichtigkeit und Freude erreichen können. Frage Dich also, woran Du Spaß hast oder was Dir bspw. vor längerer Zeit das Herz hat höher schlagen lassen. Höre auf Dein Herz - es wird Dir erzählen, was Dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern könnte.

3. Loslassen macht frei

"Lasse los und Du hast beide Hände frei" sagt eine Volksweisheit. Wenn wir den Alltag entschleunigen möchten, dann erfordert das mitunter, Dinge loszulassen oder auch mal fünfe gerade sein zu lassen. Vielleicht hilft Dir dabei das Bild, beide Hände frei zu haben. Denn erst dann kannst Du bewusst anderes in die Hand nehmen, um Neues zu gestalten. Auch hier: frage Dich, was Du am ehesten loslassen kannst. Fang mit etwas Leichtem an - nimm' Dir nicht das Schwierigste zuerst vor. Denn Erfolgserlebnisse spornen zum Weitermachen an und vielleicht kannst Du Dich dann plötzlich von etwas lösen, was Dir vor Kurzem noch unverzichtbar erschien.

Hast Du Lust bekommen, den Feriensommermodus auszuprobieren? Wir sind gespannt auf Deine Erfahrungen!

Übrigens: am 11. Juli findet in der Villa Löwenzahn in Oberhausen von 10.00 h bis 15.00 h unser Impulsworkshop "Leben in Fülle" statt. Du bist herzlich eingeladen, Dir einen enspannten Samstag zu gönnen und in Ruhe auf die Vielfalt Deines Lebens zu schauen sowie (neuen) Zugang zu Deinen Potenzialen zu finden. Alle Details findest Du hier. Noch sind Plätze frei - wir freuen uns auf Dich!

Wir Zwei von 2care wünschen Dir eine entschleunigte und gesunde Ferien-Sommer-Zeit in Deinem eigenen Tempo!

Aus dem 2care Blog