Moment mal!

Wenn wir derzeit den Blätterwald beobachten, egal ob gedruckt oder online, die Medien sind voll von Artikeln zum Thema Achtsamkeit. Und das ist gut so! Unsere schnelllebige Zeit gibt einen Takt vor, der die Menschen rast- und ruhelos werden lässt - gefangen zwischen dem, was vorhin noch war und nicht fertig geworden ist und dem, was morgen dringend zu erledigen ist. Kommt Dir das bekannt vor?

  • Dein Kalender ist voll und Du hetzt von einem zum nächsten Termin.
  • PC und Smartphone spielen Dir ständig interessante und lesenswerte Informationen zu und Du kommst gar nicht dazu, das alles zu lesen.
  • Du ertappst Dich dabei, wie Du im Gespräch mit Deinem Partner oder beim Spielen mit den Kindern in Gedanken schon beim nächsten Ereignis bist.

Das Phänomen scheint nicht neu zu sein, denn schon der gute alte Goethe stellte fest:

jeder_augenblick_ist_von_unendlichem_wer

Vielleicht ist es schlichtweg zutiefst menschlich, sich mit allem, nur nicht mit dem Moment zu beschäftigen. Goethe war zwar nicht von der heutigen Technik abgelenkt, doch auch er spürte vermutlich Versuchungen: in der Vergangenheit zu verharren, die ihm bekannt und vertraut ist. Im Gespräch schon neue Ideen für sein nächstes Werk zu entwickeln. Beim Schreiben den nächsten Schritt bereits zu planen.

Bewusstheit ist das Zauberwort

Innehalten und ganz bewusst im Moment sein - das ist eine Fähigkeit, die wir in diesen Zeiten immer wieder neu trainieren können. Oookeeey, wir hören Dich grummeln: tolle neue Erkenntnis, was für eine Bombennachricht. Jetzt soll ich mir dafür auch noch etwas von meiner ohnehin knappen Zeit abknapsen? Oder direkt einen Achtsamkeitskurs buchen? Auch wir von 2care haben für Dich nicht DAS Patentrezept, aber vielleicht helfen Dir folgende Ideen, im Alltag mit Kleinigkeiten mehr Bewusstsein für den Augenblick zu entwickeln:

  • Nimm' Dir zunächst die eher einfachen Momente vor: bspw. morgens vor dem Aufstehen oder abends vor dem Einschlafen. Gönn' Dir drei Minuten und atme tief ein und aus, fühle, wie Dein Herz schlägt, sich Deine Bauchdecke hebt und senkt und der Atem durch Dich hindurch fließt.
  • Wenn ein Gespräch oder eine Tätigkeit Deine ganze Aufmerksamkeit fordert: schalte nicht nur Dein Smartphone stumm, sondern sprich' Dir vorher gut zu und ermutige Dich, ganz bei Deinem Gegenüber oder Deiner Arbeit zu sein. Für diese Zeit kann alles andere warten.
  • Wenn Du merkst, dass Du mal wieder drei Dinge gleichzeitig machst: STOP! Atme dreimal tief ein und aus und entscheide, in welcher Reihenfolge Du eins nach dem anderen fortsetzt.

Vielleicht hast Du ja sogar Lust, Augenblickesammlerin oder -sammler zu werden! Notiere Dir abends, welche Augenblicke Dir an diesem Tag besonders WERTvoll waren, welche Du ganz bewusst wahrgenommen und geschätzt hast. Du kannst sie z.B. auf kleine Zettel schreiben und in einem Glas sammeln. Mit der Zeit wird einiges zusammenkommen, das Du Dir immer wieder neu vergegenwärtigen kannst!

Bis zum nächsten Donnerstag wünschen wir Dir eine gute Zeit mit vielen WERTvollen Momenten.

Herzlichst

Christine & Andrea

P.S. Dies ist nur ein erster kleiner Ausflug in das Thema Achtsamkeit. Freu' Dich auf den November, denn dann widmen wir einen ganzen Monat diesem Thema!

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